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Religionspädagogische Arbeit
Die Kindertagesstätte „St. Nikolaus“ ist in der Trägerschaft
der katholischen Kirchengemeinde „St. Nikolaus Melchendorf.
Die religiöse Erziehung ist kein gesonderter Teil unserer Arbeit,
sondern sie ist das Fundament unseres täglichen Miteinanders.
Wir Erzieherinnen üben darin eine wichtige Vorbildfunktion.
Jesus hat uns in seinem Leben vorgelebt, wie Menschen miteinander umgehen sollen.
Er hatte Achtung vor der Einzigartigkeit eines jeden Menschen und
hat sich vor allem der Schwachen angenommen.
Die Kinder in ihrer Einzigartigkeit anzunehmen,
sie zu ermutigen in ihren Sorgen, ihren Nöten, ihrer Freuden und ihrem Leid,
ihren Traurigkeiten, ihrer Verschlossenheit und ihrer grenzenlosen Neugierde,
das ist der Auftrag unseres christlichen Lebens und christlicher Erziehung.
Kinder fühlen sich angenommen,
wenn sie erfahren, dass ihre Fragen und Gefühle ernst genommen werden.
Wo ein Mensch sich als geliebt ansieht, sich von daher selbst liebt und annimmt,
kann er auf andere zugehen und menschlich mit ihnen umgehen,
füreinander dasein- miteinander teilen und Schwächeren helfen.
Im täglichen Miteinander erfahren Kinder nicht nur Rücksichtnahme, Nächstenliebe und
gegenseitige Hilfestellungen, sondern sie müssen sich auch mit Gefühlen wie
Aggressionen, Wut, Traurigkeiten, Angst und Streit auseinandersetzen.
Auch darin müssen Kinder spüren, dass ihren Fragen und Gefühle begleitet werden,
dass sie es sind, die Themen in Gang setzen und
nicht wir Erwachsenen mit Moralisierungen den Kinder etwas überstülpen wollen.
Religionspädagogik verstehen wir als ganzheitliche Erziehung,
in der wir Kindersituationen besonders ernst nehmen und
mit Hilfe biblischer Geschichten aufgreifen.
In vorgelebten christlichen Werten wie Vertrauen, Vergebung und Liebe,
die wir ihnen entgegenbringen, geben wir ihnen dieses weiter.
Das Evangelium ist eine Botschaft die Kinder und Erwachsenen Mut macht,
das Leben zu gestalten, Erfahrungen im Leben zu verarbeiten und
im täglichen Zusammenleben ganz praktisch und hautnah zu erfahren.
Wir legen Wert auf die Begegnung von Kindern und Eltern mit unterschiedlichen Kulturen
und Religionen, weil dadurch die jeweils eigene Religion und Kultur bewusster wird.
Die Tagesstätte trägt eine besondere Verantwortung dafür,
Kinder aus Migrantenfamilien nicht zu benachteiligen,
sondern ihnen die volle Teilhabe an den Bildungsangeboten zu ermöglichen.